Day 35, Te Araroa, New Zealand

Hallo!

Aufbruch aus Lake Hawea. Eine netter kleiner Ort am gleichnamigen See. Seen gibt’s hier genug. Einer schöner als der andere. Einfach anders als ich es von zu Hause (zB. Salzkammergut) gewohnt bin. Abschied somit auch von Matt aus den USA.

Es ging gleich heftig los. 1100 Höhenmeter auf den Big Breast Hill (lustiger Name aber dadurch war es nicht weniger anstrengend). Die Fernsicht ist hier unglaublich. 70 bis 80 Km mindestens. Der Mountain Cook (höchster Berg von Neuseeland) ist oft gut sichtbar und ist 75 Km Luftlinie entfernt. Ich glaube, dass diese unglaublich klare Sicht auch viel zu diesem faszinierenden Ambiente beiträgt, egal ob sonnig oder bewölkt.

Bereits am ersten Tag traf ich James aus England, der mir aus den Hut Books bereits bekannt war. Er war immer ein paar Tage vor mir und jetzt habe ich ihn scheinbar eingeholt. Nicht weil ich schneller ging, sondern weil ich weniger Pausen Tage einlegte. Ja so sind die Briten…! Er begleitete mich die folgenden 4 Tage, dann trennten sich unsere Wege, weil er ein Quartier zwecks … dreimal dürft ihr raten…richtig….zwecks Pause vorgebucht hatte. Eine Lodge direkt am Lake Ohau mit Hot Pools…Ja ja very british!

Aber vorher hatten wir noch einige Höhenmeter und ca. 70 Km vor uns. Highlights waren der Mountain Breast, Timaru River, den ich 12 mal überqueren musste (ein Typ der mir entgegen kam meinte die Te Araroa Hiker erkennt man an den nassen Schuhen), der Marthas Saddle, ein Berg der nur aus Geröll bestand, wo es rauf ging auf 1700 Meter, eine Schneise im Geröll die sich über lange Serpentinen raufschlängelte. Ach ja, da war noch Stodys Hut. Diese Hütte stammt sicher noch aus der Siedlerzeit. Kein Boden, ein winziges Fenster…also kaum Licht, eine Türchen von 150 cm und viele Nagetiere. Eine von diesen netten Ratten machte sich in der Nacht an meinem Technikbeutel zu schaffen, weil ich Nüsse drinnen hatte. Normalerweise hängen wir die Nahrungsmittel mit einer Schnur auf, damit es kein Tier erwischt. Die Nüsse hatte ich vergessen. Aber durch das Nagen wurde ich munter und verscheuchte den ungebetenen Besucher.

Am Birchwood Carpark, in allen Karten großartig angekündigt, trennten sich die Wege von James und mir. Birchwood Carpark stellt man sich am besten so vor: Ein eingezäunter Schotterparkplatz von ca 800 Quadratmetern, ohne Autos, irgendwo im Nirgendwo. Eine Schotterstraße endlos lang nach West und Ost. Tja ich machte mich Richtung Osten auf. Es war noch eine ganze Strecke bis Omarama und dann weiter nach Twizel. Aber alles flach und eher langweilig. Ich glaube ich bin schon etwas verwöhnt. Alles in allem wieder 5 wunderschöne und sehr anstrengende Tage.

Kia Ora

Roland

Day 35, Te Araroa, New Zealand
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17 thoughts on “Day 35, Te Araroa, New Zealand

  • 16. Januar 2018 at 5:33
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    Hallo Roland!

    Es ist wieder schön von dir zu lesen und die beeindruckenden Bilder zu betrachten!
    Du hast schon eine schöne Strecke hinter dir!

    Toll dass du doch immer wieder Gleichgesinnte findest die dich ein wenig begleiten, somit ist man nicht ganz alleine unterwegs(obwohl ich weiß dass du gut damit zurecht kommst) und kann sich gegenseitig austauschen!
    Das Wetter scheint auch besser zu sein/werden!
    Laut deinen positiven Berichten, scheint es dir ja richtig gut zu gehen!
    Pass gut auf dich auf und weiterhin viel Kraft und Freude.

    Wohin gehts denn als nächstes?

    Ich drück dich
    Dickes Bussi 😉
    Elisabeth

    Reply
    • 16. Januar 2018 at 19:34
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      Ja mir geht’s richtig gut. Ich packe gerade meinen ganzen Kram und weiter geht’s nach Tekapo. Dort muss ich einige Dinge abklären, weil 2 Flüsse scheinbar nicht zu überqueren sind. Wahrscheinlich muss man bis zur nächsten Brücke fahren?
      Das Wetter war die letzten Tage immer sehr gut und es läuft wie ich es mir wünsche.
      Liebe Grüße an alle
      Roland

      Reply
      • 16. Januar 2018 at 20:55
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        Schön dass du deine Reise trotz hoher Anstrengung noch soooooo positiv genießen kannst.
        Good luck on your trail
        And greetings to the kiwis

        Reply
  • 16. Januar 2018 at 19:16
    Permalink

    Servus Roland, ich hoffe diese Zeilen erreichen dich……wollte dir nur mitteilen, dass ich nur ein wenig angefangen habe, deine Berichte zu lesen und habe deine Fotos nur „überflogen“ – toll !!!!
    Dann habe ich kurz an unsere gemeinsame Radfahrt auf Korfu gedacht – das war wirklich nur ein Klacks gegen das, was du jetzt erleben(und auch erspüren) darfst.
    Wünsche dir weiterhin viel Kraft und schöne Begegnungen……
    Lass was von dir hören!!
    Stefan

    Reply
    • 16. Januar 2018 at 19:39
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      Hallo Stefan!
      Schön dass Du Dich meldest. Ich musste auch schon mehrmals an unsere Korfutour denken. So etwas sollten wir demnächst wiederholen.
      Das Ganze hier in Neuseeland ist ein tolles Erlebnis. Manchmal ziemlich rauh und anstrengend aber wunderschön.
      Liebe Grüße Roland

      Reply
  • 16. Januar 2018 at 20:42
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    Grias di Roland:)
    Wahnsinn was du auf deiner Tour alles erlebst! Man merkt in deinen Texten richtig wie gut es dir geht und du alles Schöne genießt (trotz der Anstrengungen).
    Deine Bilder sind genial!!
    Wieviel km hast eigentlich schon hinter dir?
    Alles gute und viel Kraft für deine nächste Etappe!
    Liebe Grüße,
    Kurt & Theresia

    Reply
    • 17. Januar 2018 at 3:41
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      Grass Eich!!!
      Es müssten jetzt ca 650 sein. Tja ich kanns selbst nicht glauben.
      LG Roland

      Reply
  • 17. Januar 2018 at 9:09
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    Weiterhin viel Kraft und Ausdauer!

    Reply
  • 18. Januar 2018 at 10:31
    Permalink

    Servus Roland!
    Freut mich wider von dir zu hören. Geht da anscheinend gut. Des is des Wichtigste. Hast ja schon mehr als a Sechstel hinter dir..
    I fahr am Samstag eine Woche Schifahren. Nichtraucher in Schladming und dann Gastein.
    Wird sicher a stark. Auf a andere Art als halt bei dir.

    Leg Ernst

    Reply
    • 18. Januar 2018 at 21:03
      Permalink

      Hallo Ernst!
      Mehr als ein Fünftel. Nichtraucher? Hast aufgehört? Viel Spaß beim Schiffahren.

      Reply
  • 19. Januar 2018 at 19:59
    Permalink

    Hallo Roland, es ist wunderbar deine Tour zu verfolgen – man merkt, dass es dir echt taugt in der Art wie du dich ausdrückst! Auch die Fotos sind Spitzenklasse! Du hast ja nun schon mehr als ein Monat hinter dir – einfach unglaublich. Es freut uns auch so, dass du die Kiwis noch immer so freundlich wie früher erleben kannst – das macht dieses Land einfach wunderbar – seine Menschen!
    Wir haben einen schönen Silvesterabend bei Harald verbracht (Harry, Heidi, Constantin, Gertraude, Kurt, Gerhard, Anna und ich). Die Herren haben aufgekocht wie die Wilden, wir Damen haben genossen….. Nach dem vielen Essen gespielt, dann eine schöne Wanderung auf Harrys Hausberg um das Feuerwerk anzuschauen und dann gepokert bis 5 Uhr früh!!! Wir haben dir ein Foto geschickt an diesem Abend, hast du es bekommen? Wir wollten dich auch ein paar Mal telefonisch erreichen, ist uns aber nicht gelungen.
    Schifahren auf der Reiteralm waren wir auch schon wieder, 3 Tage wie immer. Es waren Harry, Constantin, Felix, wir vier + Christa und Peter mit den Buben. Am 2. Tag kamen meine beiden Schwestern nach, es war lustig wie immer, leider der Schnee nicht so optimal, weil es zuvor sehr viel geregnet hatte. Kurt und Gertraude haben leider total kurzfristig abgesagt. Wir sprechen dauernd von dir und alle sehr stolz auf dich!!
    Hab mir grad die Landkarte angeschaut, wo Twizel liegt. Du bewegst dich ja mit Riesenschritten auf den Mt. Cook zu! Wirst du dann Richtung Christchurch weitergehen und an der Ostküste rauf oder irgendwie in den Westen rüber? Wir sind schon gespannt auf weitere Berichte! Es ist unglaublich wie gut deine Kondition ist und wieviel du aushalten kannst. Wir wünschen dir noch alles Gute für die nächsten Etappen und vor allem schönes Wetter!

    Liebe Grüße aus der Heimat
    Heidi, Gerhard, Anna und Niki

    Reply
    • 19. Januar 2018 at 23:51
      Permalink

      Hallo Heidi!
      Zuerst mal liebe Grüße an alle! Telefonieren geht, aber nur über WhatsApp und wenn ich ein Netz habe. Das müssen wir uns immer vorher ausmachen. Ich bin jetzt auf Höhe Christchurch, genau in Ashburton. Musste zwei großen Flüssen ausweichen. Jetzt geht’s weiter nach Lake Colderidge und dann kommen ca 25 harte Tage über Arthur’s Paar, Boyle Village, Saint Arnaud über die Richmond Ränge zum Queen Charlotte Trail. Dort kommt dann das Ende des Trails auf der Südinsel.

      Freut mich, dass ihr Silvester schön verbracht habt.

      Ich hab auch schon viel Kontakt mit anderen Reisenden gehabt. Es gefällt mir sehr gut obwohl sich einiges verändert hat.

      Ach ja. Hast du die Adresse von Norbert.

      Liebe Grüße Roland

      Reply
      • 20. Januar 2018 at 16:09
        Permalink

        Hallo Roland, ja hier ist die Adresse von Norbert, bevor ich wieder vergesse:

        Norbert + Nicola Koptisch
        236 The Terrace Central
        Wellington 6011
        Tel: 0064/274810667
        mail: norbertkoptisch@hotmail.com

        Falls du ihn nicht erreichen kannst, melde dich wieder, dann versuchen wir es.
        Er hat auch noch einen Wohnsitz in Otaki, das ist ein Stückchen nördlich von Wellington.

        Machs gut und liebe Grüße – alles Gute für die nächsten Etappen!
        Heidi

        Reply
  • 20. Januar 2018 at 21:18
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    Auf dem Foto am Berggipfel schaust aus wie der Messner in seiner besten Zeit ,hoffentlich siehst .net baden Yeti,warst eh die Höhenluft und so.Bleib gesund!

    Reply
    • 22. Januar 2018 at 7:27
      Permalink

      Hoffentlich verwechselt mich keiner mit dem Yeti. Ok. See you! Bleibt auch gesund.
      LG Roland

      Reply
  • 21. Januar 2018 at 13:50
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    Servus Roland.
    Spannende Sache, dich auf diese Art und Weise zu „begleiten“. Und dass du ein Fünftel schon geschafft hast, klingt ermutigend. Überhaupt, wenn’s deiner Schilderung nach auf der Nordinsel etwas leichter wird. Halt die Ohren steif!

    Reply
    • 22. Januar 2018 at 7:25
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      Jetzt kommt noch ein hartes Monat auf mich zu. Aber dann wird es sicher leichter. Solange die Gelenke halten. Die Knie und das rechte Sprunggelenk machen mir ein wenig Sorgen. Aber solange ich vorsichtig bin, vor allem beim bergab gehen, werden sie hoffentlich halten.
      Ich hoffe bei Dir passt alles einigermaßen?!!
      LG Roland

      Reply

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