Day 130, Te Araroa Trail, 3000 Km zu Fuß durch Neuseeland

Kurz vor dem Finale!

Ja liebe Freunde, ich stehe kurz vor dem Finale. Ich merke das ganz deutlich. An den vielen Händen, die mir zur Gratulation gereicht werden, an den vielen Fragen, die mir zu meiner Verfassung gestellt werden, und an meiner Freude und Erleichterung dem Ziel nahe zu sein. Möglicherweise liegt es genau an dieser Nähe zum Ziel, dass meine physische und psychische Erschöpfung nun für mich spürbar werden. Ja ich bin wirklich froh wenn ich Cape Reinga erreicht habe.

In Kerikeri, einer der letzten Ortschaften vor dem Nordkap habe ich mich mit meinen 2 Begleitern von der Südinsel, Frank und Roger getroffen. Ich durfte die neuseeländische Gastfreundschaft genießen, war natürlich auch zum Abendessen eingeladen und ich lernte durch die Teilnahme an einem Quizabend in einem Pub ein Stück neuseeländische Kultur kennen, wie es Rodger nannte.

Nach diesem schönen und sehr emotionalen Wiedersehen und dem unvermeidlichen Abschied begann wieder die Trailroutine, Etappen- und dementsprechende Essensplanung, Nahrungsmitteleinkauf und losgehts. Es erwarteten mich die Northern Forests. Ich kämpfte mich also von der Ostküste, der Bay of Islands, ein letztes Mal durch dichte, dunkle, subtropische Wälder, durch Bäche und Flüsse, über lehmige und rutschige Abhänge zur Westküste nach Ahipara, dem Beginn des Ninety Mile Beach durch. Dieser Abschnitt brachte mich wirklich an meine Grenzen. Stundenlanges anstrengendes Wandern in Bachbetten und der Kampf auf diesen unglaublich matschigen und rutschigen Hängen kosteten meine ganze Kraft. An den Abenden, um 18 Uhr wird es finster, kroch ich dann in mein nasses Zelt und schlüpfte in meinen feuchten Schlafsack.

Aber jetzt bin ich am Strand an der Westküste angekommen, lecke meine Wunden und bereite mich auf eine lange, finale Strandwanderung vor.

Kia Ora

Roland

 

 

Day 130, Te Araroa Trail, 3000 Km zu Fuß durch Neuseeland
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22 thoughts on “Day 130, Te Araroa Trail, 3000 Km zu Fuß durch Neuseeland

  • 18. April 2018 at 23:30
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    Freue mich schon wenn du von deinen vielen Erlebnissen erzählst wenn du wieder zuhause bist ! Lg Emil

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    • 19. April 2018 at 7:53
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      Freue mich auch schon, es gibt viel zu erzählen.
      Liebe Grüße Roland

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  • 21. April 2018 at 13:12
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    Hallo Roland,
    Ich freu mich wahnsinnig für dich, dass du das Alles so gut geschafft hast. Das mit der Erschöpfung, die jetzt spürbar wird, kann ich mir gut vorstellen. Erinnere Dich. Wenn man von der Arbeit erschöpft ist und man hat Urlaub, wird man öfter gleich mal krank, weil der Körper es verarbeiten muss. Also, nimm dir bitte Zeit und mach dir zum Schluss keinen Stress. Teil dir deine Kraft für das letzte anstrengende Stück gut ein und vielleicht hilft es, wenn du dir ganz fest vorstellst, dass du noch eine Etappe hättest und dein Ziel noch nicht so naht. Das hilft mir immer beim Laufen. Wenn ich schon fast fertig bin und plötzlich verlässt mich meine Energie. Ist natürlich absolut kein Vergleich zu dem was du leistest, aber vielleicht hilft es ein kleines bischen .
    Alles Liebe
    Gabi

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    • 22. April 2018 at 23:18
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      Danke Gabi. Jetzt noch ein wenig ausrasten und dann geht’s nach Hause. Freu mich schon wenn wir uns sehen.
      Liebe Grüße Roland

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  • 22. April 2018 at 7:21
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    Hallo Roland! Ich sehe, du bist am Leuchtturm gut angekommen. Wetter scheint auch schön zu sein. Eine Umarmung im Geiste von mir für deine Leistung. Da du schreibst, du bist erst Anfang Juni wieder zurück, welche Eindrücke von Aoteaora willst du noch mitnehmen? Wo treibt es dich noch hin? Du kommst ja erst Anfang Juni zurück? Lg und Bussi Uschi

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    • 22. April 2018 at 23:20
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      Liebe Uschi, ich werde die Nordinsel noch ein wenig bereisen. Am Plan stehen Coromandel, Roturua, Mt Egmont.
      Liebe Grüße Roland

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      • 28. April 2018 at 16:52
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        Hi! Die Coromandl hat mir sehr gut gefallen. Wandern an der Küste entlang, herrlich. Roturua, vielleicht schaust dir eine Vorführung mit Erdofenessen des dort ansässigen Maoriclans an. Auch das Museum mit Schnitzern bei den Geysiren ist interessant. Lg Uschi

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        • 29. April 2018 at 6:19
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          Das möchte ich alles machen, aber leider geht momentan nicht viel. Totale Überschwemmungen im Land aufgrund starker Regenfälle. Mal sehen wie sich das die nächsten Tage entwickelt.
          Liebe Grüße Roland

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  • 22. April 2018 at 13:47
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    Servus Roland
    Super Leistung freue mich für dich, ich
    hoffe du hälst in deiner alten Heimat einen Vortrag
    Habe mit begeisterung deinen Blog vervolgt.
    Gruß Norbert

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    • 22. April 2018 at 23:22
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      Hallo Norbert. Ich würde gerne einen Vortrag halten. Ich werde mich mal mit der Gemeinde in Verbindung setzen.
      Liebe Grüße Roland

      Reply
  • 23. April 2018 at 13:36
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    Welche Leistung! Bist a Teufelskerl

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    • 23. April 2018 at 22:56
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      Danke!

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  • 23. April 2018 at 19:09
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    Hallo Roland, unglaublich was Du geschafft hat! Das wird eine Erfahrung für Dein ganzes Leben und ich glaube dass Du mehr von den schönen Dingen mitnehmen wirst als von den Stapatzen! Auf jedenfall beneide ich Dich um dieses Abenteuer! Alles Gute für Deine letzte Etappe und noch eine schöne Zeit zum erholen in Neuseeland !
    Liebe Grüße Herta und Horst

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    • 23. April 2018 at 22:59
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      Liebe Herta, lieber Horst! Vielen Dank. Ja es war ein echtes Abenteuer! Jetzt muss ich mich langsam wieder auf das Arbeitsleben einstellen. Das wird auch wieder eine Herausforderung.
      Liebe Grüße Roland

      Reply
  • 23. April 2018 at 19:30
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    Servus Roland, nochmals Gratulation und meine vollste Bewunderung für dein Durchhaltevermögen….
    Wirst das auch brauchen, wenn du wieder in unseren „Alltag“ in der Heimat einsteigst!
    Alles Gute noch für deine Erholungswochen und freu mich schon aufs Wiedersehen.

    LG
    Stefan

    Reply
    • 23. April 2018 at 23:00
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      Das glaub ich auch. Die Umstellung zu Hause wird nicht einfach werden.
      Liebe Grüße Roland

      Reply
  • 30. April 2018 at 23:33
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    Hallo Roland!

    Jetzt bin ich aber verblüfft: Da schaut man eine Weile nicht, was du treibst, und schon hast du´s geschafft! Ich freu mich für dich und bin erleichtert. Deine Schilderungen, die ich leider viel zu selten verfolgt hab (der Alltag…) ließen ja keinen Zwiefel daran aufkommen, dass dir jederzeit etwas Ernsthaftes hätte zustoßen können – und das, ohne dass du irgendwie dramatisiert hättest. Es ist einfach die Länge – dass man einen Tag im rutschigen Steilgelände gut übersteht, ist ja sehr wahrscheinlich – aber so viele…. .

    Jetzt, wo´s gut ausgegangen ist, ist klar: schön, dass du dich getraut hast! Alles Gute auch für den Wiedereintritt in unsere Welt – so einfach stell ich mir das garnicht vor. Ich hab aber nicht den Eindruck, dass du am Egotripp warst – und drum wirst du anknüpfen können – bei dem, was dir ein Anliegen war und sicher nach wie vor ist.

    Wir heizen schon das Feuer an (23.6.) – unsere Sitzung am Mi. wirst du ja noch kopfunter versäumen, nehm ich an.

    Liebe Grüße von Peter

    Reply
    • 1. Mai 2018 at 2:22
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      Hallo Peter!
      Die Zeit ist schnell vergangen. Ab Juni bin ich wieder einsatzbereit. Auch hier in Neuseeland wird bewusst, dass der Schutz unserer Umwelt zu unseren wichtigsten Aufgaben gehört und nicht „nebenbei“ funktioniert. Liebe Grüße an alle, Roland

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  • 19. August 2018 at 8:49
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    Durch einen Reisebericht in d O,Ö Nachrichten bin ich auf diesen wunderbaren Bericht gestoßen.
    In die Aussage, sich selbst besser kennen zu lernen, kann ich mich gut hinein versetzen.
    Allles Liebe und Gute (für das ??? Nächste
    Reiseabenteuer.
    Hofbauer Sibylle

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    • 24. August 2018 at 19:13
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      Vielen Dank und liebe Grüße

      Reply
  • 20. August 2018 at 18:04
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    Reply
  • 20. August 2018 at 18:04
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